Die Teilung der Welt, oder auch die Große Teilung, ist ein Ereignis aus dem Krieg der Ahnen vor über 10.000 Jahren. Es beschreibt die Zerstörung des Brunnens der Ewigkeit und gehört thematisch zur Geschichte der Nachtelfen. Danach folgte das Kapitel: Berg Hyjal und Illidans Geschenk.

Inhalt

Dem jungen Gelehrten Malfurion Sturmgrimm blieb es überlassen, Hilfe für sein belagertes Volk zu finden. Sturmgrimm, dessen Bruder Illidan selbst die Magie der Hochgeborenen praktizierte, war erbost über die zunehmende Verderbtheit der Oberschicht. Er überzeugte Illidan, von seiner gefährlichen Besessenheit abzulassen, und machte sich auf die Suche nach Cenarius, um Widerstandskämpfer um sich zu scharen.

Die junge und wunderschöne Priesterin Tyrande willigte ein, die Brüder im Namen von Elune zu begleiten. Insgeheim waren Furion und Illidan beide in die idealistische Priesterin verliebt, doch Tyrandes Herz gehörte allein Furion. Illidan missfiel die zarte Romanze zwischen seinem Bruder und Tyrande, doch er wusste, sein Herzeleid war nichts im Vergleich zu den Schmerzen seiner Sucht nach Magie ...

Illidan, der von den stärkenden Energien der Magie abhängig geworden war, unternahm jede Anstrengung, den Wunsch nach neuerlicher Nutzung der Energien des Brunnens zu unterdrücken. Durch Tyrandes geduldige Unterstützung konnte er sich beherrschen und seinem Bruder helfen, den einsiedlerischen Halbgott Cenarius zu finden. Cenarius, der im heiligen Mondmoor auf dem fernen Berg Hyjal lebte, willigte ein, den Nachtelfen zu helfen, indem er die uralten Drachen suchte und um ihre Hilfe bat.

Die Drachen, die von dem großen roten Leviathan Alexstrasza angeführt wurden, willigten ein, ihre mächtige Brut zu schicken und sich den Dämonen und ihren infernalischen Meistern entgegenzustellen. Cenarius rief die Geister der verzauberten Wälder, stellte eine Armee von uralten Baum-Männern zusammen und führte sie am Boden in einen verwegenen Kampf gegen die Legion. Als die Verbündeten der Nachtelfen auf Azsharas Tempel und den Brunnen der Ewigkeit marschierten, brach allumfassender Krieg aus. Trotz der Stärke der neuen Verbündeten wurde Furion und seinen Mitstreitern klar, dass die Legion nicht allein durch Kampfkraft besiegt werden konnte.

Während der Titanenkampf in Azsharas Hauptstadt tobte, wartete die getäuschte Königin nervös auf die Ankunft von Sargeras. Der Lord der Legion bereitete sich darauf vor, die verwüstete Welt durch den Brunnen der Ewigkeit zu betreten. Als sich sein unvorstellbar riesiger Schatten der Oberfläche des Brunnens näherte, rief Azshara ihre mächtigsten Anhänger unter den Hochgeborenen zu sich. Nur wenn sie ihre vereinte Magie zu einem einzigen Zauber bündelten, konnten sie ein Portal erschaffen, das groß genug für Sargeras sein würde.

Furion war überzeugt, dass der Brunnen der Ewigkeit die einzige Verbindung der Dämonen mit der stofflichen Welt darstellte, und plädierte für seine Zerstörung. Dieser unerwartete Vorschlag schockierte seine Gefährten, die wussten, dass der Brunnen die Quelle ihrer Unsterblichkeit und Macht war. Tyrande indessen sah ein, wie weise Furions Theorie war, und brachte Cenarius und die verbündeten Drachen dazu, Azsharas Tempel zu stürmen, um eine Möglichkeit zu finden, den Brunnen zu verschließen.

Illidan wusste genau, würde der Brunnen zerstört werden, so könnte er nie wieder Magie wirken, daher setzte er sich, egoistisch wie er war, von der Gruppe ab, damit er die Hochgeborenen über Furions Pläne informieren konnte. Illidans Sucht und die Kränkung durch die Beziehung seines Bruders zu Tyrande hatten seinen Geist umnachtet, daher verspürte er keine Reue, als er Furion verriet und sich auf die Seite von Azshara und ihren Anhängern schlug. Illidan schwor darüber hinaus, die Macht des Brunnens mit allen erforderlichen Mitteln zu schützen.

Nach dem Verschwinden seines Bruders führte Furion seine Gefährten mit gebrochenem Herzen in Azsharas Tempel. Doch als sie den Audienzsaal stürmten, fanden sie die Hochgeborenen mitten in ihrer letzten dunklen Beschwörung. Der wilde, gemeinschaftliche Zauber erzeugte einen instabilen Wirbel aus Energie in den brodelnden Tiefen des Brunnens. Während Sargeras bedrohlicher Schatten immer näher zur Oberfläche stieg, stürmten Furion und seine Verbündeten zum Angriff. Azshara jedoch hatte sich Illidans Warnung zu Herzen genommen und war mehr als bereit.

Fast alle Gefolgsleute Furions fielen der entfesselten Macht der Königin zum Opfer. Tyrande versuchte, Azshara von hinten anzugreifen, wurde aber von den Hochgeborenen Leibwächtern der Königin überrascht. Zwar konnte Tyrande die Leibwächter abwehren, wurde dabei aber schwer verwundet. Als Furion seine Liebste fallen sah, kam eine blindwütige Mordlust über ihn, und er beschloss, Azsharas Leben zu beenden.

Während der Kampf innerhalb und außerhalb des Tempels tobte, kam Illidan aus dem Schatten am Ufer des großen Brunnens. Er holte einen Satz eigens angefertigter Phiolen hervor, kniete nieder und füllte jede einzelne mit dem schimmernden Wasser des Brunnens. In der festen Überzeugung, dass die Dämonen die Zivilisation der Nachtelfen auslöschen würden, wollte er etwas von dem heiligen Wasser stehlen und seine Energie ganz für sich allein haben. Bei dem nun ausbrechenden Kampf zwischen Furion und Azshara zerbrach die sorgsam gewirkte Magie der Hochgeborenen.

Der instabile Wirbel in den Tiefen des Brunnens explodierte schließlich und setzte eine katastrophale Kette von Ereignissen in Gang, die die Welt für alle Zeiten zerreißen sollten. Die ungeheure Explosion erschütterte den Tempel bis in die Grundmauern und erzeugte ein gewaltiges Erdbeben. Während der schreckliche Kampf zwischen der Legion und den Verbündeten der Nachtelfen in und über der zerstörten Hauptstadt tobte, wallte der Brunnen der Ewigkeit auf und brach in sich zusammen. Die Folge war eine gigantische Explosion, die die Erde erbeben ließ und den Himmel verdunkelte... Weiter bei: Berg Hyjal und Illidans Geschenk.

Quellen

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