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Die Pest in Sturmwind war ein gildenüberhgreifendes Event, das im November 2007 ausgespielt wurde. Initiiert von Kerzufal, getragen vom Stadtrat und bespielt von mehreren, unabhängigen Spielern erschienen Anfang November die ersten Pestopfer und Stadtbewohner unternahmen erste Gegenmaßnahmen. Erst zwei Wochen später verbesserte sich die Krankensituation. Das Event endete am 29. November mit einer Trauer- und Totenmesse in der Kathedrale des Lichts.

Der Aushang

Bürger Sturmwinds!

In unserer Stadt ist die Beulenpest ausgebrochen! Wie Untersuchungen seitens der Magiergilde ergeben haben, besteht nun kein Zweifel mehr am Ausbruch dieser schrecklichen Seuche. Ein Todesopfer wurde bereits verzeichnet.

In einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung hat der Rat der Stadt Sturmwind gestern einen Maßnahmenkatalog erstellt, um einer sich ausbreitenden Epidemie zuvor zu kommen. Alle Bürger dieser Stadt sowie alle Gäste Sturmwinds seien daher über Nachstehendes informiert und angewiesen.

1. Das Tor der Stadt wurde gestern Abend verschlossen; kein Greifenflieger darf die Stadt ansteuern und/oder verlassen; der Tiefenbahnbetrieb wurde eingestellt. Die Abschottung Sturmwinds von seinen Provinzen ist ein unumgängliches Mittel um ein Ausbreiten der Seuche sicher zu verhindern.

2. Die Versorgung der Stadt mit Nahrungsmitteln, Brennholz und anderen lebenswichtigen Gütern wird durch Greifen aus dem Nistgipfel und einem Horst der Argentumdämmerung durchgeführt. Weitere Informationen, was die Verteilung der Güter angeht, folgen aus dem Rathaus. Bis Weiteres sind Güter weiterhin eingeschränkt bei den üblichen Händlern zu beziehen.

3. Bürger sollten den Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen weitestgehend vermeiden. Bleibt zu Hause, verlasst das Haus nur, wenn es unumgänglich ist.

4. Die Stadt wird ein Krankenlager für Infizierte einrichten. Jeder Krankheitsfall ist den öffentlichen Behörden zu melden, die Kranken unmittelbar dem Krankenlager zu unterstellen. Für diesen Zweck ist die Große Halle im Zwergendistrikt vorgesehen.

5. Häuser, in denen es ein Opfer der Pest gegeben hat, sind durch ein aufgemaltes rotes X an der Pforte zu kennzeichnen.

Der Stadt ist durchaus bewusst, dass diese Maßnahmen die gewohnte Lebensqualität in Sturmwind weitgehend einschränkt, doch hat es derzeit oberste Priorität, der Seuche Herr zu werden. Nur so ist eine rasche Bewältigung dieser Krise realisierbar. Denkt an eure Mitbürger, denkt an eure Verwandten, denkt an euch.

Für den König Stadtsekretär Vito

Die Entwicklung

Bereits Stunden nachdem die Tore der Stadt geschlossen wurden, verschlimmerte sich die Lage zunehmst. Zwergensprecher Lagorrasch Kohlenbart gab sein Einverständnis für die Nutzung der großen Halle im Zwergendistrikt für die provisorische Nutzung als Krankenlager, welche sich auch schon alsbald füllte. Helfende Priester der Kirche sowie eifrige Medici kümmerten sich um die Erkrankten, welche durch hohes Fieber und schmerzhaften Beulenbefall an Achselhöhlen, Hals und Leiste gepeinigt wurden. Doch die aufopferungsvolle Hilfe fruchtete nur in der Minderheit der Fälle; täglich wurde ein Berg von Leichen verbrannt.

Wer aufmerksam durch die Straßen Sturmwinds streift, entdeckt zahlreiche Häuser, deren Eingangstüren mit einem rotem Kreuz markiert sind. Auch heute sitzt noch vereinzelt eine zittrige, zusammengekauerte Person in einer dunklen, dreckigen Gasse, hoffend darauf, dass die Zeit des Schmerzes schon bald vorüber geht und Erlösung eintritt. Doch die Zahl dieser schrecklichen Bilder nimmt spürbar ab. Die Kathedrale des Lichts hat ihre Pforten wieder geöffnet, Menschen trauen sich langsam, wenn auch sichtbar zögerlich und zurückhaltend wieder aus den Häusern, um zumindest Notdürftiges zu erledigen.

Sturmwind atmet kurz auf - auch wenn die Krise noch nicht vollends bewältigt ist.

Das Ende

Die Nachtschicht der Wachmannschaft stand um ein wärmendes Lagerfeuer herum, denn es war kalt und frostig. Eisiger Wind pfiff in den letzten Stunden über die Zinnen der Stadtmauer, das Stadttor klapperte immerzu von den sich dagegen stemmenden Böen. Von oben hatten die Wachsoldaten einen guten Blick sowohl auf die Wälder vor die Stadt als die Straßen innerhalb der Mauern. Doch es war ruhig dort. Zu so früher Stunde war kaum ein Mensch unterwegs - schon gar nicht in den jetzigen Tagen.

Dann aus der Ferne: Sich näherndes Fackellicht vertrieb die Finsternis der zum Wachturm führenden Straße, die Kollegen des Morgendienstes kamen heran, früher als gewohnt. Nachdem die salutierend ausgeführte Begrüßungszeremonie abgeschlossen war, enthüllte der Führer der neuen Schicht ein Pergament: „So ist auf Beschluss am heutigen Tage zum Sonnenaufgang das Tor wieder zu öffnen“, verkündete der wachhabende Offizier und eine Zahl Untergebener machte sich daran, Schlösser zu entriegeln, Ketten zu entfernen und die beiden schweren Flügel aufzuziehen.

Als die Schwingen des Stadteinlasses schließlich an gewohnter Position einrasteten, hielt die Wachmannschaft für einen Augenblick inne. Es war, als öffnete man das Fenster eines alten, vermieften Zimmers, durch das nun ein Hauch frischer, ja frühlingshafter Luft wehte. Am Horizont stieg die Sonne langsam empor, der Morgentau der Gräser reflektierte das einfallende Licht, und die grünen Wiesen glitzerten wunderhaft. Aus einem Baum kam ein Amselpärchen geflogen und glitt zwitschernd über den sich langsam erwärmenden Erdboden. Heute würde ein guter Tag werden.

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