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„Schwarz ist die Nacht, das Feuer glimmt. Ihr müht euch umsonst, das Schicksal gewinnt.“

Schatten des kopflosen Reiters: Brill; Tirisfal

Allgemeines

Der kopflose Reiter ist während der Schlotternächte tief im unglückseligen Kreuzgang auf dem Friedhof des Scharlachroten Klosters in Tirisfal zu finden. Dort vermögen ihn Abenteurer am Kürbisschrein zu beschwören und zu besiegen, um dem Schrecken ein Ende zu bereiten. [1] Dabei können sie sich ein paar witzige und nützliche Belohnungen verdienen, einschließlich epischer Rüstungen, fliegender Besen für die Festtage, ein besonderes Haustier und sogar das Reittier des kopflosen Reiters selbst, ein Feuriges Schlachtross.

Dörfer in Flammen

Abenteurer können in Goldhain, Azurwacht, Kharanos, Brill, Klingenhügel oder Silbermond dem Schatten des kopflosen Reiter begegnen, der fliegenderweise die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt, indem er Haus und Hof in Flammen aufgehen lässt! Die, die wackeren Herzens sind, sollten mit der kostümierten Waisenmatrone in der Nähe sprechen um herauszufinden, wie sie dabei helfen können, die Flammen zu löschen und den kopflosen Schrecken zu verscheuchen. Die erfolgreiche Verteidigung von Angriffen des Reiters durch das Löschen der Flammen ist eine tägliche Quest. Diese Quest sollte man am besten dann erledigen, wenn andere Spieler in der Nähe sind, da das Ausmaß an Flammen für einen Spieler alleine zu gewaltig ist. [2]

Große Kürbislaterne

Nachdem der Angriff des kopflosen Reiters abgewehrt wurde, fanden die Helden im Zentrum des Dorfes eine große Kürbislaterne, deren Augen jeden betrachteten, der sie ansah, und verrieten, dass eine dunkle Bedrohung dahinter lauerte. Wütend zermantschten die Helden den Kürbis ... Um in den Überresten ein altes, versengtes, heiliges Symbol zu finden, das sie der kostümierten Waisenmatrone brachten. Es war ein altes Symbol des Lichts und musste einst dem Reiter gehört haben, bevor er verflucht und zu dem Monster wurde, das er heute war. Dieses Symbol gehörte in Paladinhände und die Waisenmatrone versprach, sicherzustellen, dass sie es erhielten. [3]

Geschichte

Obwohl er in den Schlotternächten reitet, weiß niemand, durch welche Schrecken der Kopflose Reiter entstanden ist. Er spricht von Gerechtigkeit und doch wird der Kopflose Reiter von Zorn getrieben. Mit der Kraft dämonischer Magie verbrennt er die Unschuldigen und Schuldigen gleichermaßen. Die Lebenden können nur versuchen, dem Feuer seines Zorns zu entfliehen... und das Licht um Erlösung anzuflehen! Doch auch der Kopflose Reiter besitzt eine Geschichte. Lange vor dieser schrecklichen Gestalt war er einst ein edler und rechtschaffener Mensch, der die Schwachen und Unschuldigen mit seinem Leben beschütze. Sein Name war... Sir Thomas!

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Sir Thomas war Paladin im Orden der Silbernen Hand. Jede freie Zeit nutzte er, um seine Frau Suzannah und seine Kinder auf dem Thomson-Bauernhof, der ein Stück südwestlich von Agamands Mühlen lag, zu besuchen. Ansonsten war er in einem Dorf in Lordaeron stationiert. An dem Tag, als Prinz Arthas die Flotte nach Nordend überführte, hat sich die Silberhand im Kampf gegen die Ausbreitung der furchtbaren Pest gestellt. Egal wie oft die Silberhand ein Dorf vor den Untoten retten konnte, fragte sich Sir Thomas immerzu, warum sein Einsatz die Pest lediglich verlangsame, anstatt sie auszutreiben. Doch auch die kleinen Siege hielten seinen Glauben an das Licht stark, sein Mut und seine Hoffnung zerbrachen ebensowenig.

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Eines Tages gingen die Vorräte im Dorf zur Neige, die Soldaten sowie die Bürger fingen an zu hungern, Sir Thomas konnte nur beten. Dann jedoch platze der junge Phillip ins Haus und reichte dem Paladin ein Schreiben. Es war ein Brief von Baron Totenschwur, der damals sein Vermögen immer mit dem Volk teilte. Zu diesem Brief kamen Kisten mit Lebensmitteln an, die alle Bürger sofort zu sich nahmen, während Sir Thomas ein Dankgebet zum Licht in seinen Räumlichkeiten rezitierte. Als er sich dann zum Fenster wendete, traute er seinen Augen nicht. Das ganze Dorf war überfüllt mit Untoten, die sich Richtung Sir Thomas bewegten, darunter auch der junge Phillip. Aus Zorn und Verzweiflung zog er sein Schwert und musste unter viel Leid jeden einzelnen Untoten erschlagen, der einst ein guter Bürger oder vielleicht sogar Freund war!

Nach Ende des Kampfes ritt Sir Thomas wie alle anderen Paladine vom Orden der Silberhand zurück, um mit den anderen die momentane Lage bezüglich der Seuche zu besprechen. Während Ihrer Besprechung fiel das Thema Aschenbringer und Hochlord Mograine, welcher die Paladine als den letzten Hoffnungsschimmer gegen die Geißel sahen! Danach wurde Sir Thomas von Lord Dathrohan (in Wirklichkeit Schreckenslord Balnazzar) zurück zu seiner Frau und seinen Kindern geschickt, damit sich dieser vom ständigen Kampf gegen die Pest und die Untoten erholen möge. Auf der Reise zu ihnen bekam Sir Thomas Kunde, dass König Terenas Menethil von seinem Sohn Arthas ermordet worden war. So bat Sir Thomas, seine Frau mit den Schiffen und Jaina Prachtmeer nach Kalimdor zu reisen, was jedoch seine Frau Suzannah zuerst verweigerte. Als am Tag darauf ein Bote zu Sir Thomas kam und davon sprach, dass Lord Uther Lichtbringer durch Arthas Hand gefallen war, konnte Sir Thomas seine Frau schließlich überreden abzureisen!

Der Scharlachrote Kreuzzug

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Zurück zum Orden besprach Lord Saiden Dathrohan mit dem Rest der Silberhand neue Pläne. Denn viele der mächtigsten Paladine des Ordens waren in der Schlacht gefallen, aber trotzdem setzten die ausgezehrten Ritter der Silberhand ihren Kampf fort. Die Mächte des Lichts waren in ihrer Kampagne zur Verwüstung Lordaerons unnachgiebig. Die Paladine kämpften noch vier weitere beschwerliche Jahre vereinigt, hauptsächlich durch die Bemühungen eines großen Mannes, Hochlord Alexandros Mograine! Und dann schließlich fiel auch dieser Mann und seither war die Silberhand zerissen. Aus Ihren Trümmern formte sich ein neuer Orden: Der Scharlachrote Kreuzzug! Ein Orden, dessen Mitglieder schworen, die Welt von den Untoten zu säubern, egal wie hoch der Preis sei. Und der Preis schien mit jeder Schlacht zu wachsen...

Eines Tages, während einer Pest-Untersuchung in einem Dorf, nutzte Lord Dathrohan seinen Einfluss und Redegewandheit bei Sir Thomas, um ihm klar zu machen, dass diese Menschen alle Opfer der Geißel seien, die so wie Baron Totenschwur den Kreuzzug verraten könnten. Nach diesem Gespräch begann Sir Thomas mit der Auslöschung der Bewohner von Dorf zu Dorf, unabhängig ob es Frauen, Kinder oder alte Leute waren! Selbst wenn niemand infiziert war. Dann passierte es: Während einer Säuberung brachte Sir Thomas seine eigene Frau und seine Kinder um, die in diesem Dorf verweilten.... Die Schiffe mit denen seine Familie flüchten sollten, waren wohl überfüllt oder der Sturm hielt einige Schiffe davon ab, nach Kalimdor zu reisen. So lag er da, verzweifelt und das Blut klebte an seinen Händen. Er verlor den Verstand und sank in Kummer und tiefster Trauer. Indessen brachte man ihn in sein Schlafgemach im Scharlachroten Kloster. Tagelang hörte man aus seinem Zimmer seltsames Lachen, Heulen und Schluchzen... darauf folgten immer schrecklichere Reime, die den Männern, die es von draußen mitbekamen, nicht mehr aus dem Kopf gingen und Alpräume bereiteten!

Die Verwandlung

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Einige Tage später, als die Schlotternächte anbrachen, entschied Lord Dathrohan, dass die Einsamkeit für Sir Thomas nicht hilfreich wäre. Ebenso brauchten sie seine Hilfe, da die Untoten das Kloster an diesem Tage stark belagerten. Nach einem langen Gespräch konnte Lord Dartrohan endlich Sir Thomas überzeugen, wieder am Kampf teilzunehmen und seinen Männern beizustehen. Als seine wilden Angriffe die Aufmerksamkeit der Geißel erregten, eilte der Scharlachrote Kreuzzug herbei, um seinen Kameraden zu beschützen. ...nur um herauszufinden, dass Sir Thomas nicht mehr Ihr Kamerad war. Während er in Reimen sprach, brachte er blindlings Scharlachrote sowie Untote um. So sah sich der Scharlachrote Kreuzzug gezwungen, Sir Thomas zu töten!

Als seine Leiche in Thomas Schlafgemach gebracht wurde, sollten die Männer vom Kreuzzug vor seinem Zimmer ein Gebet sprechen, während Lord Dathrohan den Leichnahm darin für die Verbrennung vorbereiten wollte. Aber die Gebete des Scharlachroten Kreuzzugs waren ein schamloser Witz, die mörderischen Taten des Ordens, eine Entweihung des Lichts... Ein Zerrbild, das die böse Kreatur, welche den Orden seit seiner Gründung gesteuert hatte, immer wieder amüsierte. Kein Wunder also, dass die einzige Verbrennung, die Thomas in dieser Nacht sehen sollte, die Verbrennug ungestümer Energie war, die an seinem Körper entlangrannte und ihn zu etwas veränderte, das den verwirrten Wünschen des Schreckenslords Balnazzar alle Ehre machte. Balnazzar hob seinen Arm, schnitt eine Wunde hinein und lies sein dämonisches Blut auf den Leichnahm von Sir Thomas fließen, während draußen die Scharlachroten unwissend ihre Gebete sprachen. So erweckte der Schreckenslord ein Monster zum Leben, das sich jedes Jahr zur Schlotternacht aus seinem Grab erhebt und über alle mit dem Feuer des Zorns richtet...

...Der Kopflose Reiter! [4]

Quellen

  1. Quest [80]: Der kopflose Reiter
  2. http://www.wow-europe.com
  3. Quest [10]: Zermatsch den Kürbis
  4. Warcraft: Legends - Band 5; TOKYOPOP; Auflage: 1 (14. Oktober 2009); ISBN-10: 3867194998
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